Vicky Marta Raimann macht eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten

Pogromgedenken

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

am 9. November 1938 war die Reichspogromnacht. In dieser entsetzlichen Nacht wurden mehr als 1.400 Synagogen, Bet- und Versammlungsräume durch die Nationalsozialisten zerstört, außerdem tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe. Auch in Halle (Saale) gab es Gewalt und Plünderungen, die Synagoge am Großen Berlin wurde ebenfalls zerstört. In der Folge wurden Dutzende jüdische Bürger aus Halle in Konzentrationslager verschleppt. Jedes Jahr gedenkt die Stadt am 9. November der Opfer jener Gewaltexzesse.

In meinem letzten Ausbildungsjahr ist mein Einsatz im Team Repräsentation (Büro des Oberbürgermeisters). Die Organisation der Veranstaltung zum Pogromgedenken, ist eines der großen und alljährlich wiederkehrenden Projekte im Team, in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungszentrum Veranstaltung. Bei den Vorbereitungen durfte ich mithelfen und auch an der Veranstaltung teilnehmen.

Das Pogromgedenken begann um 16:00 Uhr, am Mahnmal des Jerusalemer Platzes und wurde durch ein Musikstück von Schülern des Latina August Hermann Francke-Landesgymnasiums eröffnet. Die Begrüßung erfolgte durch den Bürgermeister der Stadt Halle (Saale), Herrn Egbert Geier. Darauf folgte eine Rede von Herrn Lukas Gotter, Pastor der „Evangelismusgemeinde Georgenkirche, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Halle (Saale)“.  Es folgte ein weiteres Musikstück der Schüler und dann begann die Ansprache des Vorsitzenden der „Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale)“, Herrn Max Privorozki. Die Veranstaltung beendete er mit einem jüdischen Abschlussgebet, welches im Anschluss ins Deutsche übersetzt wurde.

Trotz der ernsten Thematik und der Trauer bei diesem Gedenken war es eine schöne Veranstaltung. Und ich bin stolz, dass ich ein Teil davon sein durfte.

Begrüßung durch Herrn Geier am Mahnmal. Foto von Vicky Marta Raimann

Begrüßung durch Herrn Geier am Mahnmal. Foto von Vicky Marta Raimann