Fachmann für Systemgastronomie 2018 (m/w) – mit Tagebuch

Fachleute für Systemgastronomie organisieren alle Bereiche eines Restaurants. Sie betreuen und beraten Gäste, präsentieren und verkaufen Produkte, sichern Qualitätsstandards, organisieren Arbeitsabläufe, planen den Personaleinsatz und vieles mehr.

Voraussetzung für die dreijährige Berufsausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss.

Hinzu kommen sollten Spaß und Interesse am Umgang mit Menschen, Ausdauer und Konzentrationsvermögen.

Die Vergütung erfolgt nach Tarif.

Weitere Informationen und Bewerbungsportal

Gastbloggerin Nadine Hinze schreibt über den Ausbildungsberuf

Nadine Hinze
Nadine Hinze, die eine Ausbildung zur Fachfrau zur Systemgastronomie macht, stellt hier den Ausbildungsberuf mit ihren persönlichen Erfahrungen vor.

Tag 1: Portrait Nadine Hinze
Hallo liebe Leser! Ich bin Nadine Hinze, ich bin 20 Jahre alt und lerne den Beruf Fachfrau für Systemgastronomie im Maya mare. In den nächsten fünf Tagen möchte ich euch meinen Ausbildungsberuf näher bringen.

Als Fachfrau für Systemgastronomie arbeite ich sowohl im Gastraum, wo ich Gäste bediene und berate, als auch im Büro, wo bspw. die benötigten Waren bestellt und Verkaufspreise ermittelt werden.

Ich komme ursprünglich aus Alsleben (Saale) im Salzlandkreis und bin vor einem Jahr nach Halle gezogen.

Im August 2014 begann ich zunächst eine Ausbildung zur Verkäuferin, wurde dann jedoch betriebsbedingt innerhalb der Probezeit gekündigt. Ich war zunächst natürlich sehr frustriert. Über meine Mutti, die im Maya mare arbeitet, bin ich dann an ein Praktikum (Einstiegsqualifizierung) im Maya mare gekommen, welche am 1. Dezember 2014 begann.

Mein erster Arbeitstag begann in der Spülküche. Zunächst dachte ich: „Acht Stunden lang Geschirr zu spülen – ob mir das Spaß macht?“ Aber meine Meinung änderte sich sehr schnell: Ich lernte im Laufe der Zeit immer mehr neue Aufgaben, neue Kollegen und andere Arbeitsbereiche kennen. Dies gefiel mir so gut, dass ich mich für eine Ausbildung ab 01.08.2015 als Fachfrau für Systemgastronomie im Maya mare bewarb.

Jetzt bin ich inzwischen im 3. Ausbildungsjahr, habe meinen Traumberuf gefunden und möchte auch nach Abschluss meiner Ausbildung weiterhin im Maya mare bleiben.

Was ich so tagtäglich mache, erfahrt ihr dann ab morgen hier auf der Seite ☺

Tag 2: Die Spätschicht an der Sauna-Bar
Hallo liebe Leser, heute erkläre ich euch, wie eine typische Spätschicht an der Sauna-Bar abläuft.

Als aller erstes begrüße ich meine Kolleginnen und Kollegen aus der Frühschicht und der Mittelschicht und natürlich auch meine Gäste. Danach bekomme ich eine Schichtübergabe – alle Angebote an Getränken und Speisen sowie Reinigungsarbeiten die noch ausgeführt werden müssen, werden mir von meinen Kollegen genannt.
Danach gehe ich meine übliche Runde durch unseren Gastraum und auf die Terrasse, um sicher zu gehen, dass alle Tische und Stühle sauber sind und auch auf dem Boden kein Müll liegt. Im Anschluss bediene ich unsere Gäste.

Wir haben viele Stammgäste – davon kommen manche jeden Tag zu uns und mit einigen Stammgästen komme ich in sehr nette Gespräche.

Im Laufe des Tages bediene ich unser Kassensystem und buche die gewünschten Speisen und Getränke auf dem Chip Coin unserer Gäste auf. Bezahlt wird bei uns im Gastraum nämlich bargeldlos! Die Gäste zahlen dann beim Verlassen des Maya mare alles auf einmal.

Ich sorge dafür, dass sich unsere Gäste rundum wohl fühlen. Sie bestellen bei mir ihre Speisen und Getränke und ich serviere sie. Dazu zählen neben warmen Gerichten z.B. frischgepresste Säfte, Eisbecher, Kaffee- und Teespezialitäten und Cocktails. Nebenbei nehme ich Massage- und Kosmetiktermine an, egal ob per Telefon oder direkt vor Ort. Diese trage ich dann in unseren Wellnessplan ein, damit wir immer alle Termine im Blick haben.

Auch Reinigungsarbeiten gehören zu meiner Arbeit: z.B. Gläser spülen und polieren; Arbeitsgeräte reinigen (z.B. unsere Saftpresse und die Kaffeemaschine); Arbeitsflächen, Tische und Tresen desinfizieren.

Manchmal ist es ziemlich stressig, alle Aufgaben zu schaffen – erst recht, wenn der ganze Gastraum und die Terrasse voll besetzt sind. Aber wir unterstützen uns gegenseitig und helfen uns. Egal ob Saunameister oder Masseur.

Tag 3: Die Spätschicht an der Essensausgabe
Hallo liebe Leser, heute erkläre ich euch, wie eine typische Spätschicht in der Essensausgabe abläuft.

Der Ablauf ähnelt zu Beginn der Schicht an der Sauna-Bar: Ich begrüße meine Kolleginnen, Kollegen und Gäste und erhalte die Schichtübergabe.
Danach schaue ich mir meine Speisen genau an – können sie weiter verkauft werden können oder muss ich noch etwas vorbereiten, damit kein Gast lange auf sein leckeres Essen warten muss?

Im Laufe des Tages bereite ich verschiedene Speisen wie unseren Klassiker „Currywurst mit Pommes“ zu, richte sie an und serviere sie den Gästen.
Gästewünsche werden natürlich immer berücksichtigt und mit höchster Sorgfalt behandelt – unsere Gäste sind uns wichtig und wir nehmen uns auch Zeit für sie, auch wenn viele Gäste im Haus sind.

Für unsere kleinen Gäste bieten wir Kinderportionen an und zu denen gibt es einen Traubenzucker-Lutscher als Nachtisch für die kleinen Mäuse. 😉

Ich sorge dafür, dass sich unsere Gäste bei uns rundum wohlfühlen und gerne zu uns wiederkommen. Dazu zählt neben unsere Speisen in der Essensausgabe auch das Büffet – wo sich der Gast einen Salatteller selbstständig zusammenstellen kann oder sich ein Süßes Dessert gönnt.

Auch die Kuchentheke ist sehr beliebt – zur Kaffeezeit passen ein Stück Kuchen, Muffins, Donuts oder Kekse ja wunderbar. Da kann es schon mal sein, dass der Kuchen schnell alle ist. Ich habe aber ein Auge auf alles, damit kein Gast lange warten muss.

Tag 4: Die Frühschicht in der Küche
Hallo! Heute zeige ich euch, wie eine typische Frühschicht in der Küche abläuft.

Als allererstes schaue ich mit meinen Kollegen, was wir alles vorbereiten müssen, bevor die Gäste kommen. Zu den Vorbereitungen gehören z.B. das Zubereitung von verschieden Salaten, das Anrichten von Kuchen und Desserts, das Kochen von Saucen und Tagesgerichten und auch Reinigungsarbeiten sowie die Kontrolle von Temperaturen bei Speisen und Kühlungen.

Da unser Vorrat an Ware auch mal zur Neige geht, muss natürlich auch Ware bestellt werden. Dazu gehören z.B. frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Getränke, Molkereiprodukte, Süßwaren und vieles mehr. Die benötigte und bestellte Ware kommt immer morgens – passend für die Vorbereitungen. Deshalb nehmen wir in der Frühschicht auch die Ware an. Bei der Warenannahme muss der Lieferschein mit der Bestellung übereinstimmen! Ware die nicht bestellt wurde, wird auch nicht angenommen. Anschließend wird die Ware in verschiedene Lager eingeräumt und einsortiert.

Nach den Vorbereitungen werden – wie in der Essensausgabe in der Spätschicht – Speisen zubereitet, angerichtet und dem Gast serviert.

Das Kochen und Zubereiten von Speisen macht mir riesigen Spaß! Ich konnte mir schon viele Rezepte aneignen, die ich so noch nicht kannte 🙂 Und für alle, die sich jetzt bewerben wollen: Im ersten Lehrjahr spielt die Arbeit in der Küche eine sehr große Rolle, weil sich die Lernfelder in der Berufsschule darauf beziehen.

Tag 5: Büroarbeit und Berufsschule
Hallo liebe Leser! Heute ist schon der letzte Tag meines Tagebuchs. Zum Abschluss zeige ich euch, welche Aufgaben man in einer Büroschicht hat und was euch in der Berufsschule erwartet.

Im Büro werden Speisen und Getränke kalkuliert, Schicht- und Reinigungspläne sowie Stundenabrechnungen der Mitarbeiter erstellt, Warenbestände kontrolliert, Bestandslisten erstellt, Bestellungen ausgeführt. Beim Bestellen von Ware muss auf einiges geachtet werden, damit wir für unsere Gäste jederzeit genügend Speisen und Getränke vorrätig haben: Was für Ware muss bestellt werden? In welcher Menge, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit? Wir bestellen meist telefonisch, weil es schneller geht. Die bestellte Ware wird dann bei Lieferung im Büro angenommen und auf Richtigkeit kontrolliert.

Neben der praktischen Ausbildung im Lehrbetrieb, geht ihr in der Ausbildungszeit auch in die Berufsschule. Dort habt ihr nicht nur Lernfächer sondern auch Lernfelder. Im ersten Ausbildungsjahr spielt das Arbeiten in der Küche eine große Rolle – danach wird auch ein Lernfeld benannt.
Ihr habt auch in der Berufsschule Schulfächer die ihr schon mal hattet z.B.: Deutsch, Englisch, Sozialkunde – diese Fächer habt ihr dann auch meistens drei Jahre lang.

Im zweiten Ausbildungsjahr arbeitet ihr dann nicht ausschließlich in der Küche, sondern auch immer mehr im Service und im Büro. Im dritten Ausbildungsjahr seid ihr überall eingearbeitet, übernehmt langsam mehr Verantwortung und auch in der Schule sind die Lernfelder mehr auf die Arbeiten im Büro bezogen.

Übrigens: Als Mitarbeiter im Maya mare, habt ihr auch diverse Vorteile: So könnt ihr Bad, Sauna und Fitness kostenlos nutzen! Ihr bekommt außerdem noch 10% Rabatt auf Dienstleistungen (Massagen) und 20% Rabatt auf Boutique-Artikel.

Also mein Tipp: Bewerbt euch!

Ich hoffe, ich konnte euch meinen Beruf und die Ausbildung zur Fachkraft in der Systemgastronomie ein wenig näherbringen.

Viele Grüße und bis bald im Maya mare 🙂
Eure Nadine